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Bohr- und RammpfähleQualitätssicherung und Dokumentation
Pfähle tragen die Lasten von Gebäuden und sichern Baugruben -
Sie tragen die Verantwortung bei der Herstellung und sichern die Qualität.
Eine exakte Untersuchung der Belastbarkeit von Pfählen nach
deren Einbringung in den Boden ist schwierig, langandauernd und kostenintensiv. Häufig bleiben solche Untersuchungen auf kleine Stichproben der eingebrachten Pfähle beschränkt.
Deshalb ist es wichtig direkt bei der Herstellung bzw. Einbringung der Pfähle alle wichtigen Parameter für die Qualitätssicherung zu messen, den Baumaschinenführern anzuzeigen und in einer
lückenlosen Dokumentation auszudrucken. Pfähle ohne qualitätssichernde Maßnahmen werden heute in immer weniger Anwendungsfällen akzeptiert.
Beispiel: Einbringen von Rammpfählen
Es werden die Betriebsparameter Tiefe, Rammenergie, Zeit und Schlagzahl erfaßt. Automatisch wird für jeden Pfahl ein Rammbericht erstellt, mit dem u.a. die
Einbindetiefe der Pfähle in tragfähigen Boden und damit die zulässige Belastung nach DIN 4026 dokumentiert wird.
Nach DIN 4026 (Rammpfähle) müssen für alle Pfähle während des Einbringens
Berichte geführt werden. Bei mindestens 5 % der Pfähle einer Rammgründung muß ein sogenannter großer Rammbericht nachgewiesen werden, wobei u.a. die
Eindringung nach jeder Hitze zu messen ist und die Ergebnisse in Form von Rammkurven aufzutragen sind.
Beispiel: Schneckenbohrpfähle (CFA-Pfähle)
Bei der Bohrphase werden die Betriebsparameter Tiefe, Bohrfortschritt, Drehzahl, Drehmoment, Rotation der Schnecke und Mastneigung erfaßt. Bei der Betonierphase
werden Tiefe, Betondruck, Betonvolumen und Rückzugsgeschwindigkeit gemessen.
Die Maschinenführer können anhand der angezeigten
Größen den Einsatz der Maschinen optimieren und die Einhaltung von Vorgaben kontrollieren. Die Dokumentation durch Protokolle für jeden Bohrpfahl ergibt einen umfassenden Qualitätsnachweis nach DIN 4014
. Die Risiken bei der Herstellung von CFA-Pfählen z.B. beim Bohren durch zu viele Schneckenumdrehungen pro Tiefenmeter (Förderung von stützendem Baugrund) oder zu
schnellem Ziehen der Schnecke beim Betonieren (Unterdruck im Bohrloch mit Einschnürung durch Bodenausbruch) werden durch unsere Meßtechnik kontrollierbar. Der Leistungswert
der Bohrschnecke liefert wichtige Aussagen über die Bodenverdichtung bei Verdrängungs- und Schraubpfählen.